Galvanisieren mit System · Krämer Metallveredlung

März 2016 REACh - Erklärung zur betrieblichen Umsetzung bei Firma Krämer

Informationsschreiben zur Erklärung der Umsetzung unserer betrieblichen Pflichten als nachgeschalteter Anwender -  abgeleitet aus der REACh-Verordnung

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die Fa. A. Krämer GmbH & Co. KG nimmt ihre Rolle als nachgeschalteter Anwender und die damit verbundenen Pflichten und Aufgaben bezüglich der europäischen Chemikaliengesetzgebung REACh sehr ernst.

REACh bedingt eine Überprüfung der Eigenschaften chemischer Stoffe durch Identifizieren der von ihnen ausgehenden gesundheitlichen- und umweltspezifischen Gefahren und stellt sicher, dass diese Informationen in der Liefer- und Verbraucherkette nach unten weitergegeben werden.

Dahingehend besteht u.a. für Lieferanten von Erzeugnissen eine Informationspflicht.

Diese Pflichten beziehen sich auf Stoffe mit besonders besorgniserregenden Eigenschaften (Substances of Very High Concern), welche als Kandidaten für das Zulassungsverfahren identifiziert und in der Kandidatenliste (SVHC-Liste) aufgeführt wurden. Die Kandidatenliste umfasst derzeit (Stand 15.06.2015) 163 Stoffe und kann unter folgendem Link eingesehen werden: http://www.echa.europa.eu/de/candidate-list-table

Eine Informationspflicht gem. Artikel 33 liegt gegenüber Kunden vor, wenn ein SVHC-Stoff in Anteilen von > 0,1Gew% im Erzeugnis enthalten ist. Dies gilt unabhängig von der Tonnage.

Dieser Informationspflicht kommen wir dahingehend nach, dass eine verbindliche Auskunft unserer Lieferanten eingeholt wird.

Falls aus diesen Informationen hervorgeht, dass unsere an Sie gelieferten Erzeugnisse SVHC-Stoffe > 0,1Gew% enthalten, werden wir Sie darüber unverzüglich in Kenntnis setzen.

 

Autorisierung nach REACH

SVHC-Stoffe können u.a. in den Anhang XIV der REACh-Verordnung aufgenommen werden. Das bedeutet, dass diese Stoffe nach einer vorgegebenen Frist lediglich mit einer erteilten Zulassung verwendet werden dürfen.

Cr(VI)-Substanzen, u.a. Chromtrioxid, wurden im April 2013 in den Anhang XIV aufgenommen.

Die letzte Möglichkeit, einen Autorisierungsantrag zu stellen, ist das sogenannte „Latest Application Date“, welches am 21.03.2016 eintritt. Die Verwendung von Cr-VI-Substanzen kann bis zum sogenannten „Sunset date“ (21.09.2017) erfolgen.

Bis zu diesem Zeitpunkt können weiterhin Cr(VI)-haltige Produkte an Sie geliefert werden.

Ebenso können Sie bis zu diesem Zeitpunkt Cr(VI)-haltige Produkte verwenden.

Um über den „Sunset date“ hinaus weiterhin Cr(VI)-Produkte verwenden zu können, wird eine Zulassung angestrebt. Die notwendigen Zulassungsanträge wurden von verschiedenen Konsortien erstellt und mit dem Ziel einer Genehmigung zur Weiterverwendung von Cr(VI) bei der ECHA eingereicht.

 

Auch in Zukunft halten wir Sie gerne über Entwicklungen, welche aus der REACh-Verordnung folgen und unsere Prozesse betreffen, auf dem Laufenden.

 

Sie können sich sehr gern auch persönlich mit uns in Verbindung setzen, wenn Sie weitere Informationen wünschen bzw. benötigen.

 

Mit freundlichen Grüßen

ppa. Martin Juros

Technik │ Vertrieb